9.7 Kennzeichnung der Weine


Wie ein Wein gekennzeichnet ist, d.h. was auf dem Etikett der Flasche steht, ist beileibe nicht dem Hersteller oder Abfüller überlassen - das alles bestimmt die Europäische Gemeinschaft.
Die einzelnen Mitgliedsstaaten regeln dann die länderspezifischen Vorschriften für ihr Staatsgebiet, so z.B. in Deutschland die Bundesregierung in der
"Weinverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Mai 2002 (BGBl. I S. 1583), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 11. März 2008 (BGBl. I S. 383)"


Vorgeschriebene und freiwillige Angaben auf dem Etikett:

wird z. Zt. bearbeitet

 


 

§ 48 Für Diabetiker geeignete Erzeugnisse (zu §24 Abs. 3 Nr. 1 und 2 des Weingesetzes)

--- gestrichen ---

Grundlage der Streichung ist die "Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel mit dem Verbot gesundheitsbezogener Angaben bei alkoholischen Getränken", in Kraft getreten am 1.7.2007.

Eine ausführliche Stellungnahme findet sich auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Dort wird ausgeführt, dass nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen die Ernährungsempfehlungen zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes mellitus denen für die Allgemeinbevölkerung ähneln.
Außerdem würden für die Kennzeichnung von Weinbauerzeugnissen gem.
VO (EG) 753/2002 die Angaben "trocken", "halbtrocken", "lieblich" oder "süß" ausreichen. Weitergehende Angaben über Gehalte an Gesamtzucker, Glukose und Fruktose sowie zum Brennwert des Alkohols und dem physiologischen Gesamtbrennwert wären ggf. für alle Verbraucher von allgemeinem Interesse.


Nachstehend noch die alte Regelung:

(1) Wein, Schaumwein und Schaumwein mit zugesetzter Kohlensäure, der wegen seiner Beschaffenheit zum Verzehr für Diabetiker geeignet ist, darf auf Behältnissen, deren Verpackung, Getränkekarten sowie Preisangeboten mit der Angabe "Für Diabetiker geeignet — nur nach Befragen des Arztes" gekennzeichnet werden.

(2) Wein ist als zum Verzehr für Diabetiker geeignet anzusehen, wenn er

1. in einem Liter

a) höchstens 4 Gramm Glukose,
b) höchstens 20 Gramm Gesamtzucker, als Invertzucker berechnet, und
c) höchstens 150 Milligramm gesamte schweflige Säure

enthält und

2. einen vorhandenen Alkoholgehalt von höchstens 12 Volumenprozent aufweist.

(3) Schaumwein und Schaumwein mit zugesetzter Kohlensäure ist als zum Verzehr für Diabetiker geeignet anzusehen, wenn er

1. in einem Liter

a) höchstens 4 Gramm Glukose und keine Saccharose,
b) höchstens 40 Gramm Fruktose,
c) höchstens 185 Milligramm gesamte schweflige Säure

enthält und

2. einen vorhandenen Alkoholgehalt von höchstens 12 Volumenprozent aufweist.

(4) Bei Erzeugnissen, die nach Absatz 1 gekennzeichnet sind, müssen auf den Behältnissen

1. der Gehalt an Gesamtzucker, als Invertzucker berechnet, in Gramm je Liter und, sofern dieser 4 Gramm je Liter übersteigt, der Gehalt an Glukose und der Gehalt an Fruktose in Gramm und

2. der Brennwert des Alkohols und der physiologische Gesamtbrennwert, jeweils auf einen Liter berechnet,

angegeben werden.