9.6 Qualitätsweinprüfung


Qualitätsweinprüfung für QbA und QbA mit Prädikat

Gemäß WeinVO § 25 Abs. 2 bestellen die Landesregierungen Prüfungskommissionen aus Sachverständigen der Weinwirtschaft, der Verwaltung und der Weinbauberatung

Der Prüfung liegt ein dreistufiges System zu Grunde:

1. Lese- und Reifeprüfung
anhand des
Herbstbuches (vom Winzer zu führen)

Im Kellerbuch (ebenfalls vom Winzer zu führen):

2. Analytische Prüfung

Drei Proben der gleichen Abfüllung + Analysenzeugnis an Prüfungsbehörde zur

3. Sinnenprüfung auf Geruch, Geschmack und Harmonie

5-Punkteschema; Mindestpunktzahl für jedes Prüfmerkmal 1,5 (alle Merkmale gleichwichtig)

Qualitätszahl = Punktesumme/3, muss >= 1,5 (= zufriedenstellend) sein.

Vorab sensorische Vorabbedingungen auf JA / NEIN (NEIN = Ausschluss von weiterer Prüfung)

- Jahrgangstypisch?

- Rebsortentypisch?

- Qualitätsstufe: Stimmt die beantragte Qualitätsstufe mit realer überein?

- Anbaugebiet: Ist die Herkunft gesichert?

- Farbe?

- Klarheit?

 

Nach bestandener Qualitätsprüfung:

Zuteilung der Prüfungsnummer (A.P.Nr.)

Beispiel: A.P.Nr. 6 347 079 021 99

6 = Kennzahl der amtlichen Prüfstelle (Verzeichnis u.a. in "Deutsches Weinbau-Jahrbuch")
347 = Ortskennzahl des Antragstellers (A.)
079 = Betriebskennzahl des A.
021 = lfd. Nr. des Weins (Charge) des A.
99 = Jahr der Antragstellung

-)