E. Erzeugnisse aus Trauben

Wein mag zwar das bekannteste Erzeugnis aus der Traube sein, ist aber beileibe nicht das einzige. Schon seit der Antike dienen die Trauben in einer Vielzahl von Produkten zum menschlichen Verzehr. Nicht allein die Trauben, auch der daraus gewonnene Wein wurden und werden weiter verarbeitet - selbst die Rückstände aus verschiedenen Produktionsschritten werden noch genutzt.

Die Prdouktpalette ist schier endlos; die nachstehende Liste - íst noch in Bearbeitung - kann daher nur ansatzweise eine Übersicht geben.

 

zum direkten Verzehr:

 

"Recycling"-Produkte:

 

Tafeltrauben = Trauben, die zum Direkt-Verzehr frisch an den Konsumenten abgegeben werden
Herkunft
a) Europa: Italien, Spanien, Griechenland, Bulgarien, GUS (Freiland); Belgien, Niederlande, Großbritannien (Gewächshaus)
b) Afrika: Algerien, Tunesien, Ägypten, Südafrikanische Republik
c) Asien: Syrien, Türkei, China, Japan
d) Amerika: USA, Argentinien, Chile
e) Australien

Gesetzliche Regelung für die EU:
VO (EG) Nr. 2789/99 zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Tafeltrauben,
bezieht sich auf Güteeigenschaften, u.a. Größeneinteilung "Extra", I, II und III, Anforderungen an die Verpackung und die Sorten

Traubensaft Gem. VO (EG) Nr. 1493/1999, Anh. I, Nr. 8)

"Traubensaft ist das flüssige, nicht gegorene, aber gärfähige Erzeugnis, das so behandelt wurde, dass es zum Verzehr in unverändertem Zustand geeignet ist, und
a) aus frischen Weintrauben oder Traubenmost
b) durch Rückverdünnung von konzentriertem Traubenmost gewonnen worden ist.
Ein vorhandener Alkoholgehalt von bis zu 1 %vol wird geduldet".


Ergänzende Vorschriften in den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches:

- Dichte 20/20°C min. 1,055, wenn aus Deutschland, sonst 1,065
- Gesamtsäure, als Weinsäure berechnet, min. 6 g/l
- gesamte SO2 max. 10 mg/l
- Sulfat max. 350 g/l
- flüchtige Säure max. 0,4 g/l, Milchsäure max. 0,5 g/
- kein Zusatz von Konservierungsstoffen
(Haltbarmachen durch Seitz-Böhi-Verf., Filtration über Entkeimungs("EK")-Schichten, Sterillagerung, Stummschwefeln mit Entschwefelung vor Abfüllung)

Zulässig ist Klärung durch Filtratration/Zentrifugieren bzw. Schönung, (Teil-)Entsäuerung, L-Ascorbinsäure als Oxidationsschutz, Enzymierung zum Abbau von Pektinen.